Der Schauspieler, Regisseur, Autor und Theaterleiter Martin Hellberg (eigentl. Martin Gottfried Heinrich) wird am 31. Januar 1905 in Dresden als Pastorensohn geboren.
Schon während einer Ausbildung zum Maschinenschlosser und technischen Zeichner nahm er Schauspielunterricht. Von 1924 an spielt er auf Dresdner Bühnen.1933 wurde er aufgrund seiner KPD-Mitgliedschaft am Dresdner Staatstheater entlassen und erhielt 1943 gänzliches Berufsverbot.
Nach dem Krieg arbeitete Hellberg zunächst in Freiburg und München als Regisseur, bevor er 1949 Oberspielleiter und Generalintendant am Staatstheater Dresden wurde. 1951 inszenierte er den international prämierten Gegenwartsfilm Das verurteilte Dorf. In den Folgejahren gehörte Hellberg zu den produktivsten Regisseuren der DEFA, wobei die aufwendig inszenierte Filmbiografie Thomas Müntzer von 1956 als sein spektakulärstes Projekt zu bezeichnen ist. Zu weiteren herausragenden Regiearbeiten zählen seine Literaturverfilmungen wie Kabale und Liebe (1959) und Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück (1962). Mitte der 60er Jahre beendete er seine Regie-Laufbahn. Ein viel beachtetes Comeback als Schauspieler feierte er 1975 an der Seite von Lilli Palmer in Lotte in Weimar.
In den 80er Jahren zog sich Martin Hellberg von der großen Bühne zurück und trat vorrangig als Autor mehrbändiger Memoiren in Erscheinung, u. a. Mit scharfer Optik von 1982. Martin Hellberg verstarb am 31. Oktober 1999 in Bad Berka.
Quellen:
www.defa-stiftung.de
www.filmportal.de
F.-B. Habel & Volker Wachter: Das große Lexikon der DDR-Stars;
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag GmbH; Berlin 2002.
Geburtstag:
31. Januar 1905
Sternzeichen:
Wassermann
Gestorben:
31. Oktober 1999
Ausbildung:
Maschinenschlosser, Schauspielunterricht
Beruf:
Regisseur, Schauspieler, Autor
Filme (Auswahl):
1955 Thomas Müntzer
1957 Emilia Galotti
1962 Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück
1975 Lotte in Weimar (D)