Diederich Heßling (Werner Peters) ist ein verweichlichtes, furchtsames Kind. Doch bald erkennt er, daß man der Macht dienen muß, wenn man selbst Macht ausüben will. Nach oben buckeln und nach unten treten, wird von nun an seine Lebensmaxime. So macht er seinen Weg als Student in Berlin und später als Geschäftsmann in seiner Papierfabrik in Netzig. Dem Regierungspräsidenten von Wulkow (Paul Esser) untertänig, weiß er sich dessen Beistand sicher. Er denunziert seine Konkurrenten und schmiedet ein betrügerisches Komplott mit korrumpierten Sozialdemokraten im Stadtrat. Und schließlich geht sein größter Wunsch in Erfüllung: die Einweihung eines Kaiserdenkmales und Diederich hält die Festansprache. Ein Gewitter bricht los und nachdem die Wolken verzogen sind, muß der Schutt beiseite geräumt werden.
Nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann inszeniert.
Nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann inszeniert.
Spezifikationen
- Laufzeit:
- 104 Minuten
- Bildformat:
- 4:3
- Tonformat:
- Dolby Digital 2.0 Mono
- Videostandard:
- PAL
- Regionalcode:
- 0 (null)
- DVD-Format:
- Single DVD
- Artikelnummer:
- 19053
- DVD EAN-Code:
- 4028951190539
Daten
- Veröffentlichung:
- 12/2001
- Produktionsjahr:
- 1951
- Produktionsland:
- DDR
- FSK:
- Ab 12 Jahren
- Farbmodus:
- schwarz/weiß
- Sprachen:
- Deutsch
Specials
- Biografie & Filmografie von Wolfgang Staudte und Werner Peters
- AZ 8/1946: Dreharbeiten von 'Die Mörder sind unter uns'
- AZ 26/1946/2 Premiere von 'Die Mörder sind unter uns'
- AZ 2/1954 Premiere von 'Die Geschichte vom kleinen Muck'
- Szenenfotos aus dem Film
- Original Kino-Plakat
- Der 'historische' Untertan – Betrachtungen des Historikers Dr. Jürgen Angelow
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Kundenmeinungen
Ist der Film auf DVD die bundesrepublikanisch gekürzte Version oder uncut?
Konnte bisher keine Synopse cut-uncut im Netz finden.
Einer der besten deutschen Filme. Ein Plädoyer für freies und wahrhaftiges Denken. Ein Film über einen Menschen, der nach oben buckelt und nach unten tritt. Zeitlos aktuell.
Laut dem großen Lexikon der DEFA-Spielfilme galt dieser Film über Jahrzehnte als der im Ausland bestverkaufte DEFA-Film. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer: In einer Art "freiwilligen Selbstzensur" wurde dieser Film in der Bundesrepublik fast sechs Jahre nicht gezeigt. Erst nach Kürzungen und erklärender Einleitung kam er dann doch noch zur Aufführung. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Interessant auch das "Spiegel"-Zitat im Lexikon der DEFA-Spielfilme auf Seite 647/648:"...Ein Paradebeispiel ostzonaler Filmpolitik: Man läßt einen politischen Kindskopf wie den verwirrten Pazifisten Staudte einen scheinbar unpolitischen Film drehen, der aber geeignet ist, in der westlichen Welt Stimmung gegen Deutschland und damit gegen die Aufrüstung der Bundesrepublik zu machen. Der Film läßt vollständig außer acht, daß es in der ganzen preußischen Geschichte keinen Untertan gegeben hat, der so unfrei gewesen wäre wie die volkseigenen Menschen unter Stalins Gesinnungspolizei es samt und sonders sind. (Spiegel, 12.12.1951)...". Dieser Film hat wirklich getroffen.
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